Die grenzüberschreitende Jugendarbeit leistet nicht nur ausgezeichnete Arbeit, sie wurde nun auch dafür ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr rief der Landkreis den Preis „Landkreis Waldshut innovativ“ ins Leben, um herausragendes Engagement anzuerkennen und öffentlich bekannt zu machen.
Am Montag überreichte Landrat Tilman Bollacher im Rahmen einer Feier im Landratsamt Jugendleiter Balder Wentzel diesen Preis. Aus Laufenburg vertreten waren ferner die Präsidentin des grenzüberschreitenden Jugendausschusses von Laufenburg/CH, Ursula Jutzi, und Ulrich Krieger, Bürgermeister von Laufenburg/Baden.
Das diesjährige Motto des Preiswettbewerbs war „Kinder und Jugendliche – Zukunft des Landkreises“. Eine Jury prüfte die 50 eingegangenen Bewerbungen, und von den 14 Projekten, die einen Preis erlangten, erreichte die grenzüberschreitende Jugendarbeit Laufenburg den dritten Platz.
Bereits 2006 erhielt das Projekt einen Preis des trinationalen Oberrheinrates für ihr Rap-Musical „Respect“, dem ein Treffen mit Bundespräsident Horst Köhler folgte. Wie Wentzel verlauten ließ, freuen sich alle Beteiligten sehr über die erneute Auszeichnung. Dies sei eine Bestätigung dafür, dass offene und grenzüberschreitende Jugendarbeit in der heutigen Zeit viel bewegen und bewirken sowie im Bereich der außerschulischen Bildung ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sein könne. Immer mehr Gemeinden betrieben offene Jugendarbeit; dass es sich lohne, beweise der Erfolg des grenzüberschreitenden Projektes in Laufenburg.
Des Weiteren sei der Preis ein Zeichen für die Qualität der Arbeit des Projekts. Allerdings, so bemerkt Wentzel im Gespräch mit dieser Zeitung, ließe sich diese Qualität noch steigern. So könnte beispielsweise durch das Besetzen einer zweiten Stelle verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zwar würden eine Menge der anfallenden Aufgaben durch ehrenamtlich tätige Jugendliche übernommen, allerdings seien diese dadurch, dass sie das Projekt nur in ihrer Freizeit unterstützen können, oftmals schwer einzuplanen.
SÜDKURIER, Text David Lutz
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